Editorial N&N Praha/Berlin

Der Essayist Nicholas Taleb gab diesen Ereignissen den Namen „schwarzer Schwan“ und beschrieb sie in seinem Bestseller „The Black Swan“ als ein Phänomen, bei dem ein schwarzer Schwan auf uns zuschwimmt, wir ihn aber ignorieren, weil es so etwas ja schließlich nicht geben kann. Und warum gerade „schwarzer Schwan“?

Jahrtausendelang kannte die Menschheit ausschließlich weiße Schwäne. Nicht nur in der Malerei, der Poesie und im Ballett widmeten die Künstler ihnen ihre schönsten Werke. Dann aber kamen im 17. Jahrhundert die ersten Entdecker nach Australien. Und wie erstaunt waren diese, als sie feststellten, dass es auch schwarze Schwäne gibt! Über Nacht veränderte sich die Welt der Natur und der Kunst, aber es stellten sich auch Zweifel ein. Denn wer weiß, vielleicht existieren irgendwo ja auch noch rosa Schwäne.

Dem Thema „schwarzer Schwan“ werden wir unsere Weihnachtsausgabe widmen. Mit allen unerwarteten Veränderungen erleben wir den „schwarzen Schwan“ immer öfter auch im gewöhnlichen Leben, und wir fragen uns, was der morgige Tag wohl bringen mag. Deshalb versuchen wir, jeden Moment zu genießen. Seien wir gut zu uns selbst und zu unseren Nächsten. Der Moment ist ewig, Jahre sind vergänglich…

Ihr Schwarzer Schwan

Das könnte Sie interessieren

Lesen Sie

Wie die tschechische Glasmacherei eine Königin verzauberte. Ein Interview über die Berliner Ausstellung mit Zdeněk Lhotský

Mit mehr als einem Jahr Verspätung kommt eine Ausstellung über ein einzigartiges Glasprojekt des Studios Lhotský aus Železný Brod für das dänische Königspaar nach Berlin. Der einzigartige Sarkophag sollte eigentlich schon längst die Kapelle der Kathedrale von Roskilde schmücken, aber er wartet noch immer auf seine Enthüllung. Neben dem Sarkophag präsentiert das Tschechische Zentrum in Berlin auch das sehr breite kreative Spektrum des Künstlers und Inhabers des Glasstudios Zdeněk Lhotský, mit dem wir über das Konzept der Ausstellung, den Sarkophag und seine eigene Vitrucell-Glastechnik gesprochen haben.
Lesen Sie

EUREF ist Berlins “Stadt der Zukunft”. Von hier aus führt das CORD-Restaurant zu den kulinarischen Stars

Der Gasometer ist seit 108 Jahren das Wahrzeichen von Berlin-Schöneberg; jeder Berliner kennt ihn. Aber dass zu dem fast sechs Hektar großen Gelände auch der EUREF-Campus gehört, der zu 100 Prozent emissionsfrei arbeitet… nein, das wusste ich auch nach 35 Jahren in Berlin nicht. Ich stehe auf dem Hauptplatz der Stadt der Zukunft, wo vor kurzem das Lifestyle-Restaurant the CORD eröffnet wurde. Unter der Leitung von Thomas Kammeier, der kulinarischen Persönlichkeit Berlins, ist es auf einem Siegeszug zu den Sternen. Zu viele Superlative auf einmal? Überzeugen Sie sich selbst, Sie werden es nicht bereuen.

Meistgelesene Artikel im Unregistriert