Gesundes Wasser dank  Wasserfilter von Filbec 

Die Trinkwasserqualität  ist bedroht,  vor allem durch PFAS, den sog. „ewigen Chemikalien“. Sie sind nicht abbaubar und lagern sich im Körper ab. Nach effizienten Lösungen suchen auch die Südböhmische Universität und der  Filterhersteller Filbec. 

Immer häufiger wird weltweit über die Qualität des  Trinkwassers und die Bedrohung durch PFAS gesprochen, gefährliche Stoffe, die auch als „ewige Chemikalien“ bezeichnet werden. Diese Stoffe, die praktisch nicht abbaubar sind, werden seit den 1940er Jahren in großen Mengen in der Industrie eingesetzt. Sie werden hauptsächlich zur Herstellung von feuchtigkeits- und fettbeständigen Oberflächen verwendet, wie  Gore-Tex, Teflon oder verschiedenen kosmetischen und technischen Produkten, aber beispielsweise auch in Feuerlöschern. Über Wasser oder Nahrung gelangen PFAS in den menschlichen Körper, reichern sich dort an und lösen ernsthafte gesundheitliche Bedenken aus. 

Das Südböhmische Forschungszentrum für Aquakultur und Biodiversität von Hydrozönosen /CENAKVA/ an der Fakultät für Fischerei und Gewässerschutz der Südböhmischen Universität Südböhmen in České Budějovice führt Forschungen zur Überwachung und Eliminierung dieser Chemikalien durch. Die Fakultät analysiert unter anderem Fischfleisch, das ein idealer Indikator für die Reinheit von Wasserressourcen ist, da sich PFAS an Proteine binden und im Fisch anreichern. Die Forscher der Fakultät sind  Initiatoren des Projekts Smart Water, das im Rahmen der Ausschreibung OP JAK – Intersektorale Zusammenarbeit für ITIs vorbereitet wird. Ziel der Ausschreibung ist es, die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und der Anwendungssphäre zu fördern, wobei der Schwerpunkt auf spezifischen gemeinsamen Forschungsprojekten, der künftigen Anwendbarkeit der Ergebnisse und dem Aufbau langfristiger Partnerschaften liegt. 

Der Filterblock enthält bis zu vierzigtausend Kilometer Nanofasern, was in etwa der Länge des des Erdumfangs um den Äquator.

Das Projekt Smart Water wird vom Bezirk Südböhmen als Teil einer langfristigen regionalen Strategie für die Bewirtschaftung der Wasserressourcen unterstützt. Das Projekt konzentriert  sich nicht nur auf Trinkwasser, sondern entwickelt und implementiert auch Technologien für die Abwasserbehandlung. Es bietet somit eine umfassende Lösung für den Schutz der Wasserressourcen für den menschlichen Bedarf und das reibungslose Funktionieren der Umwelt. Ich freue mich, dass die Südböhmische Universität an diesem Projekt teilnimmt, denn die Frage der Nachhaltigkeit und des Umgangs mit  natürlichen Ressourcen  ein langfristiges Thema für uns ist. Das Projekt befindet sich in der letzten Bewertungsphase, wir stehen also  ganz am Anfang “, sagt Prof. Ing. Pavel Kozák, Ph.D., Rektor der Südböhmischen Universität in České Budějovice.

Ziel des Projekts Smart Water ist die Entwicklung und Erprobung wirksamer technischer Lösungen zur Entfernung von Mikroschadstoffen aus dem Trinkwasser, einschließlich geeigneter Lösungen für kleine lokale Quellen und sog. Point-of-Use-Systeme. Das heißt,  Möglichkeiten zur Endbehandlung von Wasser direkt in Haushalten durch Filter an  Wasserhähnen. Die meisten Wasserfilter können PFAS jedoch nicht zurückhalten. Anders verhält es sich bei Nanokohlenstofffiltern. Sie enthalten Aktivkohle, was ein Synonym für Holzkohle ist, die – ähnlich wie im menschlichen Verdauungstrakt, wo sie Schad- und Giftstoffe bindet – im Filterinneren  wirkt. Sie absorbiert Schadstoffe und die Kontaktzeit des Wassers mit der Aktivkohle ist ausreichend lang,  um einen Großteil der gefährlichen Stoffe sukzessive aus dem Wasser zu entfernen. Einschließlich PFAS. 

Daher ist neben dem Forschungsteam der Fakultät für Fischerei und Gewässerschutz auch das Unternehmen Filbec, das fortschrittliche Filtertechnologien auf der Basis von Aktivkohle entwickelt, an dem Projekt beteiligt. Neue Technologien, die Aktivkohlefilter mit Sorptionsharzen verbinden, könnten eine Schlüsselrolle bei der Verbesserung der Trinkwasserqualität nicht nur in den Haushalten, sondern auch auf breiterer Ebene spielen. Das Projekt „Smart Water“ wird neue effiziente Technologien liefern, die für den Schutz und die Verbesserung der Trinkwasserqualität unerlässlich sind, die für die Gesundheit der Menschen und den Erhalt der natürlichen Ressourcen von grundlegender Bedeutung ist. Weltweit. 

Dieser Artikel erschien in der siebten Ausgabe des Printmagazins N&N – Noble Notes