Der meisttätowierte Mann Deutschlands ist ein Berliner

Der meisttätowierte Mann Deutschlands ist über 70 Jahre alt und nennt sich Magneto. Sein richtiger Name ist Wolfgang Kirsch, er ist Rentner, 73 Jahre alt und kommt aus Berlin-Prenzlauer Berg. Jeder in der Gegend kennt ihn.

Er ist Rekordhalter als „meisttätowierter Mann Deutschlands“

Wenn ein Fremder ihm begegnet, ist er entweder erschrocken, skeptisch oder bewundert ihn. Aber alle machen große Augen. Sein Körper ist zu 98 Prozent tätowiert. Darüber hinaus hat er an 17 Stellen seines Körpers Magnete eingepflanzt, unter anderem an den Handgelenken, am Hals, an den Fingern und auf der Brust, daher auch sein Künstlername Magneto. Er ist Rekordhalter als „meisttätowierter Mann Deutschlands“.

Und wie hat alles angefangen? Er begann mit kleinen Veränderungen, färbte sich die Haare und ließ sich ein Piercing stechen. Nach dem Fall der Berliner Mauer traf Kirsch eine Entscheidung. Er wollte sein altes Leben hinter sich lassen und endlich der Mann werden, der er schon lange sein wollte. Seine Entscheidung war radikal und ging ihm buchstäblich unter die Haut. 

“In der DDR waren Tätowierungen verpönt und für Postangestellte undenkbar. Ich war 46 Jahre alt, als ich mir mein erstes Tattoo stechen ließ, eine Träne unter dem Auge”, sagt der ehemalige Postangestellte. Dann folgten die Hände, das Gesicht, der Rücken und der Rest des Körpers. Er hat insgesamt 720 Stunden unter der Nadel verbracht und über 25.000 Euro für sein Kunstwerk bezahlt. Er hat sich sogar seine schwarzen Augäpfel tätowieren lassen.

Wolfgang Kirschs Aussehen mag nicht jedermanns Sache sein, aber zumindest geht er seiner Leidenschaft nach, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was andere von ihm denken. “Nur an den Sohlen habe ich keine Tattoos”, sagt Magneto.

Foto: REKORD-INSTITUT für DEUTSCHLAND/ Johanna Reumann.

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