Tschechische Saison in Dresden

Der Kunsthistoriker Jiří Fajt bereitete in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden die größte Veranstaltung tschechischer Kunst in Europa vor

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Ihre aktuelle Wirkungsstätte ist eine angesehene Institution, und Sie sind an deren Management beteiligt. Ist das ein „Traumjob“ für Sie?

Auf jeden Fall sind die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) mit ihren 15 Museumssammlungen international einzigartig. Im Vergleich zur Prager Nationalgalerie, deren Potenzial noch immer unterschätzt wird, sind die Dresdner Sammlungen komplexer und gehen über das Profil der ausschließlich auf bildende Kunst ausgerichteten Prager Galerie hinaus. Die Dresdner Sammlung Alter Meister mit berühmten Gemälden von Raffael, Tizian, Rubens, Vermeer und vielen anderen, die Schätze künstlerischer Handwerkskunst im Grünen Gewölbe Dresdens sowie die faszinierende Porzellansammlung und die technischen Denkmäler des Mathematisch-physikalischen Salons gehören zweifelsfrei zum Bemerkenswertesten, was die Museen der Welt zu bieten haben. Unter diesem Gesichtspunkt ist es für mich eine große Ehre, an der Präsentation dieser Schätze für die breite Öffentlichkeit teilnehmen zu dürfen.

Ich will nicht verschweigen, dass ich nach der unglücklichen Erfahrung in der Prager Nationalgalerie lange überlegt habe, ob ich mich überhaupt noch einmal jenem „institutionellen Joch“ unterstellen sollte. Ausschlaggebend für meine Entscheidung war letztlich die Tatsache, dass ich die Arbeit meiner Kollegin Marion Ackermann, der Generaldirektorin der SKD, die an mich herangetreten ist, sehr schätze und mit der ich mich auch menschlich und fachlich überaus gut verstehe. Nichtsdestotrotz habe ich mein Engagement in Dresden auf fünf Jahre begrenzt.

Könnten Sie den Ansatz des Staates und der Sponsoren gegenüber der  Kultur in der Tschechischen Republik und in Deutschland vergleichen?  Wenn Sie das Budget, mit dem Sie in Dresden arbeiten, mit dem vergleichen, das Ihnen in Prag zur Verfügung stand, wie viel mehr können Sie sich jetzt erlauben?

Das Budget der SKD ist besser aufgestellt als das, mit dem wir früher in der Nationalgalerie gewirtschaftet haben. Damals habe ich versucht, den tschechischen Staat davon zu überzeugen, dass die Pflege einer Kunstsammlung im Wert von mehreren Milliarden Kronen mit einem staatlichen Betriebszuwendung von 230 Millionen Kronen nicht kompetent bewerkstelligt werden kann. Obendrein hat sich diese seit den frühen 1990er Jahren nicht geändert. Allein die Verwaltung der sieben historischen Gebäude, in denen die Galerie untergebracht ist, kostete zusammen mit den obligatorischen Ausgaben viel mehr. Mein Vorschlag war, dass der Staat die ordnungsgemäße Pflege des staatlichen Eigentums, d.h. der Sammlung und der Gebäude, finanziell sicherstellt, und wir als Leitung der Institution die Finanzierung des gesamten Programms übernehmen. Wir haben unseren Vorsatz erfüllt, der Staat allerdings nicht.

So finanzierten wir das Ausstellungsprogramm der Nationalgalerie ausschließlich aus den eigenen Einnahmen, wie z.B. Eintrittsgeldern, Sponsorenspenden, gewerblichen Vermietungen u. ä. Während meiner Amtszeit in der Prager Galerie konnten wir dank eines attraktiveren und international relevanten Programms die Besucherzahlen und damit auch die Einnahmen aus Eintrittsgeldern verdreifachen, so dass sie 2017 bei über 70 Millionen CZK lagen. Wir arbeiteten daran, den Betrieb der kommerziellen Räume in den Galeriegebäuden zu verbessern, was nicht nur eine viel höhere Qualität der Besucherdienste, sondern auch wesentlich mehr Geld für das Budget der Galerie brachte. Wir haben ein Sponsoringprogramm für Unternehmenspartner und ein Mitgliedschaftsprogramm für die breite Öffentlichkeit gestartet. So konnten wir es uns leisten, jährlich bis zu rund 100 Millionen Kronen in das Ausstellungsprogramm zu investieren. Ausstellungsprojekte von Gerhard Richter oder Alberto Giacometti waren nicht billig. Aber wenn man in der ersten Liga spielen will, und das war unser Ziel, dann muss man die richtige Ausstattung haben. Nur zur Veranschaulichung: die Ausstellung über Karl IV., eine der erfolgreichsten Ausstellungen in der Geschichte der Nationalgalerie, die 2016 in der Wallenstein-Reithalle eröffnet wurde, kostete über 60 Millionen CZK.

In Dresden sind die mandatierten Kosten sichergestellt, die natürlich durch den Beitrag des Freistaates Sachsen von rund 25 Millionen Euro  gedeckt sind. Darüber hinaus investiert er großzügig in die Verbesserung der Infrastruktur des Museums, insbesondere in die Gebäude und ihre Ausstattung. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehören zu den renommiertesten Museen der Welt und werden nicht nur von der breiten Öffentlichkeit, sondern auch von den sächsischen Politikern mit großem Inter­esse verfolgt. Der sächsische Ministerpräsident ist ein häufiger Gast bei unseren Vernissagen. Unter den erfolgreichen Projekten der letzten Zeit möchte ich die Ausstellungen von Werken des berühmten Malers des Goldenen Zeitalters der Niederlande Johann Vermeer sowie der deutschen und russischen Romantik oder die Jubiläumsausstellung mit den Werken des genialen Gerhard Richter hervorheben. So waren beispielsweise die ersten beiden Ausstellungen bereits wenige Wochen nach der Eröffnung ausverkauft.

Natürlich müssen wir das Programm auch selbst aus außerbudgetären Quellen finanzieren, aber die Struktur der Geber und letztlich auch die Höhe der bereitgestellten Mittel variiert von Jahr zu Jahr – vor der Pandemie belief sich das Programmbudget auf 15 – 20 Millionen Euro. In Deutschland werden kulturelle Aktivitäten von verschiedenen Bundes-, Landes- und Privatstiftungen institutionell gefördert, und große Unternehmen verfügen über eigene Stiftungen. Diese ersetzen dann quasi die Rolle des Staates bei karitativen und philanthropischen Aktivitäten. Im Allgemeinen würde ich sagen, dass eine gute Idee, ein gutes Thema, immer Geld findet.

In Deutschland wird ständig beanstandet, wie wenig Geld in die Kultur fließt und wie sehr sie in Covid-Zeiten vernachlässigt wurde, Ihrer Beschreibung nach scheint es jedoch eher eine mehr als großzügige Unterstützung zu sein.

Aber die Kultur wird nie genug Geld haben! Jede zivilisierte Gesellschaft muss dennoch die grundlegenden systemischen Instrumente zur Finanzierung der Kultur bereitstellen und angemessene Anreize für die eigene Aktivität und Kreativität der Teilnehmer bieten. Zu Ihrer Anmerkung: es gibt nach wie vor einen himmelweiten Unterschied in der Wahrnehmung der gesellschaftlichen Rolle der Kultur in Deutschland und in der Tschechischen Republik. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn diejenigen, die in Deutschland jammern, die Rollen tauschen und versuchen würden, im tschechischen Umfeld zu funktionieren. Ich glaube, ihre Nörgeleien würden schnell verstummen…

Sie planen ein großes tschechisches Kulturprojekt in Dresden. Haben Sie die Verwirklichung dieses Vorhabens zur Bedingung gemacht, als Sie über Ihr Engagement in den SKD verhandelten?

Nein, ich habe keine derartige Bedingung gestellt. Mein Interesse und das von Marion Ackermann war es, die bereits bestehenden internationalen Aktivitäten unserer Dresdner Kollegen zu intensivieren und die institutionelle Dramaturgie stärker in Richtung Ostmitteleuropa zu profilieren. Dresden muss aufgrund seiner geografischen Lage, seiner historischen Erinnerung und seiner Gegenwart ein Treffpunkt mit Mittel- und Osteuropa werden, eine Art Brücke zwischen West und Ost, ein Ort mit hoher Kompetenz und Sensibilität für seine östlichen Nachbarn und deren reiche Kultur. Und wir wussten damals noch nicht, wie aktuell diese Forderung in wenigen Monaten vor dem Hintergrund der heutigen kriegerischen Aggression von Putins autoritärem Regime in der Ukraine werden würde. 

Jiří Fajt in der Zentrale der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden – der Institution, mit der er die größte Veranstaltung tschechischer Kunst in Europa vorbereitet. Die „Tschechische Saison“ will, Künstlern und Veranstaltern die Möglichkeit geben, sich aust einem international sichtbaren Feld zu treffen. Foto: Michaela Dzurná

Die Tschechische Saison in Dresden, wie wir unser Projekt nennen, ist durch die bevorstehende tschechische Präsidentschaft im Europarat motiviert. In diesem Zusammenhang wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern, insbesondere dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, dem Studio Bubec in Prag und einer Reihe sächsischer Kultureinrichtungen, tschechische Gegenwartskultur in einem breiten Spektrum unterschiedlicher Medien und Persönlichkeiten präsentieren. Wir wollen unsere Nachbarn in Mittel- und Osteuropa auf die außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen tschechischer Künstler und Künstlerinnen aufmerksam machen und Begegnungen von Kunstschaffenden und Akteuren auf einem international sichtbaren Feld ermöglichen. Wir bereiten also ein abwechslungsreiches Festivalprogramm vor, das sowohl Liebhaber klassischer historischer Themen als auch diejenigen anziehen könnte, die sich gern von der experimentellen Kreativität der zeitgenössischen Kunst mitreißen lassen. In unserem Angebot darf natürlich keinesfalls die bildende Kunst fehlen, die das Rückgrat des gesamten Programms bildet, aber wir werden auch verschiedene Theater-, Musik- und Filmprojekte in die an der Elbe gelegene Metropole bringen.

Wann und an welchen Orten findet die Tschechische Saison statt?

Die gesamte Saison besteht aus mehreren Teilen. Wir beginnen am 24. Juni im öffentlichen Raum, hauptsächlich auf der Dresdner Elbpromenade und in der angrenzenden Altstadt, wo wir Skulpturen und Objekte von sieben tschechischen Künstlern installieren werden: Michal Gabriel, František Skála, Čestmír Suška, Milena Dopitová, Jakub Nepraš, Kryštof Kintera und David Černý. Letztgenannter wird eine Skulptur mit dem Titel Quo Vadis zur Verfügung stellen, die mit dem Motiv eines Trabanten an die Ereignisse im Herbst 1989 auf der Prager Kleinseite erinnert, als Hunderte von Ostdeutschen über die Mauer der deutschen Botschaft in die freie Welt flohen und dabei viele der damals beliebten Bakelit-Trabants in den umliegenden Straßen stehen ließen. Ein Bronzeabguss dieses Werks steht derzeit im Garten der deutschen Botschaft in Prag, ein zweiter wird vor der Hochschule für Bildende Künste in Dresden installiert. 

Darüber hinaus werden wir auf dem Georg-Treue-Platz zwischen den Gebäuden Lipsiusbau und Albertinum eine Bühne errichten, auf der den ganzen Sommer über diverse Veranstaltungen stattfinden werden, von Künstlergesprächen über Diskussionsrunden zu aktuellen gesellschaftlichen Themen bis hin zu kleinen Theateraufführungen und musikalischen Darbietungen verschiedener Genres. Die immersiven Werke von Čestmír Suška werden diesem öffentlichen Raum eine gewisse Intimität verleihen, und für die Bewirtung ist dann im Prastánek von František Skála gesorgt. 

Haben Sie diese sieben Künstler ausgewählt, oder gibt es ein spezielles Kuratorium?

Natürlich arbeite ich bei der Realisierung des Programms mit meinen Kollegen in Dresden zusammen, aber was die Dramaturgie anbelangt, verlasse ich mich doch mehr auf meine eigenen Erfahrungen und möchte das präsentieren, was mir persönlich am Herzen liegt. 

Und wie wird die Saison weitergehen?

Von der berühmten Elbpromenade in Dresden geht es im zweiten, performativ ausgerichteten Teil des Sommerprogramms an das gegenüberliegende Elbufer in der Neustadt, wo ab dem 4. August das Theater der Gebrüder Forman im Japanischen Palais gastieren wird. Es handelt sich um einen Barockbau, der im frühen 18. Jahrhundert für die königliche Porzellansammlung von August dem Starken, einem sächsischen und polnischen Herrscher und begeisterten Förderer von Kunst und Wissenschaft, errichtet wurde. Im Innenhof des Palastes können Familien mit Kindern das Puppentheater Aladin sehen, an verschiedenen künstlerischen Workshops teilnehmen und in die verträumte Umgebung des Forman-Imaginariums eintauchen, das dazu anregt, unsere Welt und uns selbst auf spielerische und interaktive Weise zu erkunden. Im Sommer werden wir auch einige Performances und Kunstaktionen ausrichten – zum Beispiel mit Jiří David zusammen mit der jungen ukrainischen Bildhauerin Pavla Nikitina oder mit František Skála, der sich von einer kleinformatigen Grafik von Max Švabinský für seine gewaltige Arbeit inspirieren ließ. Und natürlich wird auch die Band M.T.O. Universal auftreten.

Was wird sonst noch zum Projekt Tschechische Saison gehören?

Ihr dritter Teil und zugleich eine Art Höhepunkt wird eine Herbstausstellung im Lipsiusbau sein – in unserem Gebäude, das Ende des 19. Jahrhunderts von der Dresdner Künstlergesellschaft für Ausstellungszwecke erbaut, im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und zu Beginn des dritten Jahrtausends als moderner Ausstellungsraum wiederaufgebaut wurde. Er ist gewissermaßen die ältere „Schwester“ der Prager Galerie Mánes, die unter vergleichbaren Umständen und mit ähnlicher Funktion gebaut wurde. 

Unsere Ausstellung trägt den Titel Všechnu moc imaginaci (Die Alle Macht der Imagination), der ursprünglich ein programmatischer Appell der Surrealisten ist, die den Traum in die Wirklichkeit und die Wirklichkeit in den Traum verwandeln.  Aktuell geht es um ein Zitat aus einem Brief von Jan Švankmajer an seine Frau Eva. Dieses Zitat ist gleichzeitig der programmatische Titel der gesamten Dresdner Tschechischen Saison und verweist auf die spezifische Poetik der tschechischen visuellen Szene. 

In der zweiten Jahreshälfte laufen diverse Einzelprojekte. So werden im Herbst beispielsweise Jaroslav Rudiš und die Kafka-Band in Dresden zu Gast sein. Mit Jan Švankmajer haben wir vereinbart, dass sein neuester Film über die Kunstkammer, die er sich auf seinem Schloss in der bezaubernden Landschaft Südwestböhmens nach historischen Vorbildern, darunter unser berühmtes Grünes Gewölbe im Dresdner Schloss, geschaffen hat, in Dresden uraufgeführt wird. Und eine viele weitere Veranstaltungen. 

Für das Programmangebot arbeiten wir mit dem anerkannten Dramaturgen-Regisseur-Tandem Michal und Šimon Caban zusammen, während ein internationales Experten-Team für uns digitale Programme vorbereitet, deren Ergebnisse in einem Projekt namens Hybrid Bridge präsentiert werden, was ermöglichen wird, dass sich Menschen  verschiedenster Orte in Dresden, Tschechien oder anderen Ländern Mittelosteuropas in Echtzeit treffen und austauschen können. Die aktive Beteiligung der Besucher der tschechischen Saison wird dann der Auslöser diverser Lichtinstallationen in Dresden sein.

Darüber hinaus wird die Saison durch ein Projekt mit dem treffenden Titel Auf böhmischen Spuren verbunden, das Kunstwerke aus den Sammlungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden präsentiert, die von böhmischen Künstlern geschaffen wurden, oder Werke mit einer bedeutenden böhmischen  Spur der Provenienz, d. h. Werke, die in der Vergangenheit durch Kunstsammlungen in dem Königreich Böhmen, bzw. der Tschechischen Republik gegangen sind, wie z. B. die Werke Rudolfs II. auf der Prager Burg oder Albrecht von Wallensteins in der Prager Kleinseite.

Worauf werden Sie langfristig Ihr Augenmerk richten?

Gemeinsam mit Marion Ackermann und den Kollegen der SKD denken wir nun über eine stärkere Profilierung der dramaturgischen Linie östlich von Dresden nach. Territorial gesehen werden drei Nachbarländer – Deutschland, Polen und die Tschechische Republik – eine Schlüsselrolle spielen. Wir wollen aber nicht nur auf diese Nachbarschaft beschränkt bleiben. Damit weiten wir unsere Perspektive auf die gesamte Region Mittel- und Osteuropa aus, zu der unter anderem die Länder des ehemaligen Sowjetblocks, einschließlich Belarus, der Ukraine und Moldawien, die Nachfolgestaaten Jugoslawiens und selbstverständlich auch die baltischen Republiken gehören. Aber für uns endet der Osten eigentlich am Bosporus…  

Jiří Fajt (*1960) Tschechisch-deutscher Kunsthistoriker und Hochschullehrer, 2014–2019 Generaldirektor der Nationalgalerie Prag. Seit Herbst letzten Jahres leitet er die internationalen Tätigkeiten der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, seit dem 1. April dieses Jahres ist er auch für das Programm einer Gruppe von 15 Museen in Dresden, Leipzig und Herrnhut verantwortlich. Künftighin möchte er die Beziehungen zu Mittel- und Osteuropa stärken, insbesondere zur Ukraine und zur Türkei.

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