Galerie Max Hetzler — Eine Legende in der deutschen Kunstszene

Schon seit Mitte der 90er Jahre ist Berlin für die großen Galerien mit Kunden aus der internationalen Sammlerszene zum Hot Spot geworden. Auf Grund der günstigen Lebenshaltungskosten und Mieten für Ateliers ziehen seit Jahren selbst weltberühmte Künstler in die boomende deutsche Metropole. Die Kunst ist hier nahbar und allgegenwärtig und immer spannend, den Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schulter blicken zu können.

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Und die Galerien folgten den Künstlern in diese Stadt, auch wenn Berlin nicht unbedingt das kaufkräftigste Publikum hat. Mittlerweile sind mehr als 600 Kunsthandelshäuser hier ansässig, die alle Stilrichtungen vertreten. Qualitativ ist jedoch nicht alles Gold, was glänzt.

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Umso deutlicher unterscheidet sich für mich die Galerie Max Hetzler von diesem Durchschnitt. Sie gehört mit einigen wenigen anderen Galerien zum Maßstab der Berliner und deutschen Kunstszene, denn sie vertritt einen kompromisslosen Qualitätsanspruch. Hetzlers Präsentationen sind museumsreif und Vernissagen haben einen legendären Ruf.

Als Galerist fing Max Hetzler 1973 in Stuttgart an. Der Umzug der Galerie nach Köln zehn Jahre später dann bedeutete den Durchbruch mit deutschen und amerikanischen Künstlern. Hetzler brachte Konzeptkunst und eine der einflussreichsten Stilgattungen des 20. Jahrhunderts, die Minimalart, nach Deutschland. Anfang der 90er Jahre ging er schließlich als einer der ersten Galeristen nach Berlin. Inzwischen zählen viele seine Künstler zu den einflussreichsten der Gegenwart.

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Seit 1973 hat Max Hetzler mehr als 100 Künstler in seiner Galerie ausgestellt. In seiner 2013 zum 40. Galeriejubiläum präsentierten großen museumsgleichen Gruppenaustellung „Remember Everything“ mit 21 „seiner“ Künstler kam Hetzlers Who´s Who der Contemporary Art mit allen Stilrichtungen zusammen, darunter Albert Oehlen, Jeff Koons, André Butzer, Rineke Dijkstra, Günther Förg, Mona Hatoum, Yves Oppenheim, Christopher Wool, Rebeca Warren, um nur einige zu nennen. Sie alle stehen für die Geschichte einer der nicht nur in Deutschland erfolgreichsten und angesehensten Galerien.

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Der bisher letzte Umzug führte die Galerie aus Berlin-Wedding in den alten Westen Berlins, dazu hatte er im Mai 2014 auch eine Dependance in Paris eröffnet. Heute hat Max Hetzler zwei Standorte in der Goethestraße 2/3 und in der Bleibtreustraße 45 in der Nähe vom Kurfürstendamm. An den beiden Berliner Standorten sind immer sehr empfehlenswerte Ausstellungen zu sehen. Bei seinen Namen stehen die Sammler Schlange und die Preview der Ausstellungen bringen einige der bedeutendsten von ihnen nach Berlin.

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In der Bleibtreustraße 45 besteht vom 27. April bis 2. Juni Gelegenheit, die neuen großformatigen Kunstwerke des berühmten deutschen Fotokünstlers Thomas Struth zu sehen. Eine Ausstellung, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Denn es ist nicht nur die Kunst, die hier begeistert. Als ich 2015 an einem sonnigen Tag erstmalig die Galerieräume in der Bleibtreustraße betrat, war ich von diesem Ort sofort eingenommen. Eine riesige, mit Licht durchflutete Beletage einer früheren Berliner Wohnung nur einen Schritt vom Kurfürstendamm entfernt, wie geschaffen für die großformatigen Bilder und Objekte, bildet den Rahmen für ein unvergleichliches Kunsterlebnis par excellence.

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Marcela von Kayser ist kunstliebende Managerin und Sammlerin zwischen Kunst und Business. Geboren in der Tschechoslowakei, seit 37 Jahren in Deutschland und seit 16 Jahren in Berlin/Potsdam ansässig, bedeutet Kunst für sie Leidenschaft mit Bereitschaft zu sehen. Ihr Focus ist die unterschiedlichen Erfahrungen im Bereich ART weltweit zu sammeln und als unabhängige Beraterin in Sachen Kunst weiter zu geben.

Galerie Max Hetzler:
Goethestraße 2/3,
10623 Berlin-Charlottenburg
Bleibtreustraße 45,
10623 Berlin-Charlottenburg
Öffnungszeiten: Di-Sa 11-18 Uhr

 

 

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