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Deutschland hat die Stadt Essen für das allererste Open House Festival ausgewählt. Prag wird diesen Sommer zum siebten Mal seine Gebäude öffnen

Inwieweit beeinflusst die städtebauliche Gestaltung einer Stadt unser Leben? Und wie verstehen wir eigentlich Architektur? Seit 1992 beschäftigt sich das Festival Open House Worldwide mit diesen Fragen und öffnet Türen zu Räumen, zu denen Besucher normalerweise nur schwer Zugang finden würden. Mehr als vierzig Städte aus verschiedenen Ländern haben sich bereits dem Festival angeschlossen, darunter auch Prag, das in diesem Jahr bereits zum siebten Mal seine Gebäude öffnet. Es ist ein wenig überraschend, dass Deutschland lange Zeit nicht in der Liste der Städte vertreten war. Doch das wird sich im September ändern, denn dann findet das Open House zum ersten Mal auch in Essen statt.
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Wie man mit Filz und Fett die Welt repariert: 100 Jahre umstrittener Künstler Joseph Beuys

Der Schamane, der ein Klavier in Filz wickelte, Stühle mit Fett beschichtete, mit einem toten Kaninchen sprach und 7.000 Eichen pflanzte. Sein Leben wurde durch den Krieg geprägt, in dem er den Absturz seines Flugzeugs nur knapp überlebte. Später machte er daraus eine Geschichte, die seine wundersamen Auftritte inspirierte. Als Reaktion auf den Krieg wurde er Pazifist, Aktivist und Lehrer, der glaubt, dass jeder Mensch ein Künstler ist. So wie Joseph Beuys, der umstrittene deutsche Künstler, der Generationen nachfolgender Performance-Künstler stark beeinflusst hat und dessen Geburtstag sich am 12. Mai genau zum hundertsten Mal jährt.
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Aus Berlin nach Prag und weiter nach München: Eine Ausstellung von Fotografie-Studierenden der Prager Akademie für Kunst, Architektur und Design (UMPRUM) ist auf dem Weg in die Galerie Černá labuť (Schwarzer Schwan)

Im September 2020 erweckten die Fotografie-Studierenden von UMPRUM das schon über Jahre leerstehende Haus der Statistik unweit vom Alexanderplatz in Berlin zum Leben. Jetzt stellen sie ihre Werke zu Hause in Prag vor, konkret in der Galerie Černá labuť. Ursprünglich sollte es sich um eine Wiederholung der Berliner Ausstellung handeln. Das Thema „schwarzer Schwan“ inspirierte jedoch die Studierenden dazu, ganz neue Werke für diesen Raum zu schaffen. Nach Prag und Berlin wartet auf die Studierenden noch ein Ausstellungsort, und zwar das Tschechische Zentrum in München, wo ihre Fotografien in der zweiten Hälfte des Jahres präsentiert werden.
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Lebendige Kultur in Tschechien und in Deutschland: Wie verlief die Debatte über den großzügigen Staat und die hungrigen KünstlerInnen

Am Donnerstag, den 25. März fand unter der Schirmherrschaft vom Internationalen Dokumentarfilmfestival ELBE DOCK eine Online-Debatte mit dem Thema Lebendige Kultur in Tschechien und in Deutschland statt. An dieser Debatte nahmen Expertinnen und Experten sowie KünstlerInnen teil, die sich auf Kulturspezifika beider Länder und ihr gegenseitiges Funktionieren konzentrierten. Das vergangene Jahr zeigte nämlich, was passiert, wenn die komplizierte Wirtschaft der Künstlerwelt auf den Kopf gestellt wird. Von Galerien, Museen, Theatern, Kinos, Clubs und anderen Kulturzentren, die um den Großteil ihrer Gewinne kommen, bis hin zu Künstlerinnen und Künstlern, welche ihren Beruf ändern mussten, damit sie die Miete zahlen können. Wie setzten sich die deutsche und die tschechische Kultur mit der Pandemie auseinander? Und was erwartet sie in der Zukunft?
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Ludwig Mies van der Rohe: Leiter der Kunstschule Bauhaus und Autor der Villa Tugendhat würde seinen 135. Geburtstag feiern

Sein Leben widmete er der Suche nach einem neuen modernen architektonischen Stil, bei dem er sich an seine Formel „Weniger ist mehr“ hielt. Sein Schaffen widerspiegelt getreu den gesellschaftlichen Wandel im 20. Jahrhundert und seine revolutionären Vorschläge lösten (und lösen oft auch heute noch) heftige Reaktionen aus. Die ersten Erfolge feierte dieser originelle Architekt in Berlin, dann in ganz Europa und nach einem langen Aufenthalt in den USA schloss er seine Karriere wieder in der Hauptstadt Deutschlands ab, und zwar mit dem Entwurf der Neuen Nationalgalerie. So war Ludwig Mies van der Rohe, welcher einen wichtigen Bau auch in Tschechien hinterließ, besser gesagt in Mähren. Der Autor der berühmten Brünner Villa Tugendhat würde am 27. März 2021 seinen 135. Geburtstag feiern.
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RTL „lieh“ sich das Format des Films V síti: Unter normalen Umständen würde es mich freuen, sagt der Regisseur Vít Klusák

Am Mittwoch, den 10. März hatte der tschechische Dokumentarfilm V síti von Vít Klusák und Barbora Chalupová seine TV-Premiere. Der Film in realen Kulissen und mit realen Schauspielerinnen, die sich für zwölfjährige Mädchen ausgeben, zeigt, wie es mit sexuellen Prädatoren im Internet aussieht. Zufällig strahlte ein sehr ähnliches Format am Montag, den 8. März der deutsche Fernsehsender RTL aus. Derselbe RTL, der sich im Januar für das tschechische Dokument interessierte. Was sagt dazu der Regisseur Vít Klusák und was möchte sein Team unternehmen?
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Impfstoff und Gerechtigkeit – mit Karel Čapek

Eine Infektion ist in China entstanden, wurde in einem Pekinger Spital entdeckt und breitet sich als Pandemie auf der ganzen Welt aus. Anstecken kann man sich unter anderem durch Händeschütteln, wobei die tödliche Krankheit nur Menschen ab 45-50 Jahren trifft. Weder Reichtum noch Macht können vor einer Infektion schützen, und Millionen Erkrankte sind bereits an ihr gestorben. Diese Geschichte klingt zwar vertraut, stammt aber nicht aus dem Corona-Jahr 2020, sondern wurde vom tschechischen Schriftsteller Karel Čapek vor mehr als achtzig Jahren erfunden.
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Wenn das Virus es zulässt: die TOP 10 der laut N&N am meisten erwarteten Ausstellungen in Tschechien und Deutschland

Das Jahr 2020 war Ausstellungen und der Kultur allgemein nicht gewogen. Viele von uns aber hat es daran erinnert, dass wir Kunst oft als selbstverständlich ansehen und dass einige Ausstellungsprojekte es auch die vielen Minuten wert sind, die man Schlange stehen muss. Hoffen wir also, dass das neue Jahr in dieser Richtung günstiger läuft, die tschechischen und die deutschen Galerien versprechen nämlich schon jetzt eine Reihe einzigartiger Kunsterlebnisse.
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Prinzipal der Pantomime Radim Vizváry: Im nonverbalen Ausdruck fühle ich mich stärker

Ein weltweit anerkannter Mime, Choreograf, Regisseur und Pädagoge, dessen Traum es ist, die Tradition der tschechischen Pantomime wiederaufleben zu lassen. Das ist keine leichte Aufgabe, doch Radim Vizváry glaubt, dass die Hoffnung dort liegt, wo Glauben ist. Und gerade dies stellt er jetzt zusammen mit der Losers Cirque Company unter Beweis, mit der er das Theater im Prager Stadtteil Braník zu einer einzigartigen Bühne des Cirque Nouveau und der Pantomime umwandelt.