Berliner Philharmoniker spielen Smetana

Das Internationale Musikfestival Prager Frühling 2024 werden am 12. Mai die renommierten Berliner Philharmoniker mit „ihrer“ Geschichte von Smetanas berühmter Sinfonie Mein Vaterland eröffnen.

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Jede Eröffnung des Internationalen Musikfestivals Prager Frühling wird mit Spannung erwartet, ist etwas Besonderes. Der Sonntag, 12. Mai 2024, wird jedoch als einer der Meilensteine im Jahr der tschechischen Musik in die Geschichte des Festivals eingehen. Bedřich Smetanas „Mein Vaterland“ wird im Gemeindehaus von den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Chefdirigent Kirill Petrenko aufgeführt.

Berliner Philharmoniker. Foto: Stephan Rabold

Das derzeit vielleicht beste Orchester der Welt verbindet mit dem Prager Frühling eine reiche gemeinsame Geschichte, denn mit Ausnahme von zwei Konzerten war es immer ausschließlich auf Einladung dieses Festivals in der Tschechischen (Tschechoslowakischen) Republik zu Gast, insgesamt sieben Mal. Das erste Mal war es 1966 mit dem legendären Herbert von Karajan, das letzte Mal 2014 mit Sir Simon Rattle im Rahmen einer Tournee zum 25-jährigen Jubiläum des Falls der Berliner Mauer. Dieses Ensemble hat eine sehr herzliche Beziehung zur tschechischen Musik. Auf seinen Programmen stehen regelmäßig nicht nur Werke von Größen der tschechischen Musik wie Antonín Dvořák, Leoš Janáček und Bohuslav Martinů, sondern auch von Komponisten, von denen man es vielleicht nicht erwartet: Erich Wolfgang Korngold, Erwin Schulhoff, Miloslav Kabeláč und Josef Suk, dessen drei Hauptwerke die Lebensreifung, ein Sommermärchen und die Asrael-Sinfonie – zwischen 2020 und 2022 von Kirill Petrenko aufgeführt wurden. Der unermüdliche Künstler, der sich nicht scheut, nach den Proben bis in die frühen Morgenstunden zu arbeiten, sagte in einem der wenigen Interviews: „Das Hervorrufen von Emotionen ist immer mit einer Geschichte verbunden. Es gibt einfach in der Musik verkörperte Vorstellungen, die sich auf einen historischen und sozialen Kontext stützen, und man muss sie wieder hervorrufen, wenn man diese Musik richtig interpretieren will.“ Am 12. und 13. Mai 2024 wird er im Gemeindehaus „seine“ Geschichte von Mein Vaterland mit den Berliner Philharmonikern erzählen. Auf Kirill Petrenko folgen das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia mit Jakub Hrůša, die Filarmonica della Scala mit Riccardo Chailly, das weltberühmte Ensemble für Alte Musik Collegium Vocale Gent mit Philippe Herreweghe und die Tschechische Philharmonie mit einer konzertanten Aufführung von Smetanas Oper Libuše (Libussa). 

Das vollständige Programm des Festivals Prager Frühling 2024 finden Sie unter www.festival.cz.

Dieser Artikel erschien in der fünfte Ausgabe des Printmagazins N&N Czech-German Bookmag

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