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Michael Müller: Die Bürgermeister spielen in der Politik eine immer größere Rolle

Mit der Einwohnerzahl und Größe der Städte wächst auch deren nationale und internationale Bedeutung. „Es wundert mich nicht, dass Bürgermeister auch international wahrgenommen werden, wenn sie sich kritisch äußern,“ erklärte der regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller im Gespräch mit dem N&N Bookmag, auf die Erinnerung der Situation, wie sich z. B. sein Prager Amtskollege Zdeněk Hřib auf den Seiten der größten Zeitungen der Welt gegen den chinesischen Druck verwahren konnte. Michael Müller regierte Berlin 7 Jahre bis kurz vor Weihnachten 2021.
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Jaroslav Rudiš: Uns verbinden die Geschichte, die Züge, das Bier, aber auch die Einsamkeit

Jaroslav Rudiš ist einer der erfolgreichsten tschechischen Schriftsteller dieses Jahrtausends. Er hat auch Drehbücher für Filme geschrieben, die auf seinen Büchern basieren (Alois Nebel, Grandhotel), und er hat auch Theaterstücke und Hörspiele geschrieben. Er lebt nun seit langem in Berlin und hat sein letztes, hochgelobtes Buch, Winterbergs letzte Reise, auf Deutsch geschrieben. Nach drei Jahren wurde es in diesem Herbst in tschechischer Sprache veröffentlicht, kurz nach dem ihm der deutsche Bundespräsident das Bundesverdienstkreuz verliehen hatte.
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Architekt Adam Gebrian: Prag ist eine Stadt mit enorm großem Potenzial, das noch lange nicht ausgeschöpft ist

Eine Stadt mit einem öffentlichen Raum riesigen Ausmaßes, den aber viele Menschen nicht zu schätzen wissen und der daher auch nicht genutzt wird, das ist Prag nach Ansicht von Adam Gebrian. Der Architekt, der sich mit der Lebensqualität in der Stadt befasst, sieht den Grund für diesen Zustand vor allem in der Wahrnehmung der Bewohner der tschechischen Metropole, die das urbane Umfeld meist eher als einen Raum für den Verkehr zwischen Arbeit und Wohnung betrachten und ihre Wochenenden lieber außerhalb der Stadt verbringen. In Prag besteht also kein Bedarf an einem hochwertigen öffentlichen Raum, wo man getrost den ganzen Tag verbringen könnte. Dabei sind nicht immer große Investitionen erforderlich, oft reicht schon ein Detail, sei es ein Trinkbrunnen, ein bequemer Durchgang oder ein Übergang über die Straße, um einen Ort angenehmer zu machen.
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Wolfgang Bremm von Kleinsorgen: „Unsere Mobilität wird sich verändern – Sie werden davon begeistert sein!“

Der Generaldirektor von Mercedes-Benz für Mittel- und Osteuropa hat seinen Wohnsitz in Prag. Er zog mit der ganzen Familie hierher, unweit von Prag feierte er sogar seine Hochzeit und sein zweiter Sohn ist hier geboren. Er mag Spaziergänge durch das historische Zentrum und in der Tschechischen Republik bewundert er die Architektur und die faszinierende Natur. Einer der sich am stärksten wandelnden Industriezweige ist die Automobilindustrie. Neue elektrische Antriebe, alternative Dienste in Verbindung mit dem Besitz von Automobilen und die schnelle Entwicklung der Technologie ändern unsere Sichtweise auf das Fahrzeug als unentbehrlichen Bestandteil unseres Lebens.
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Janek Rubes: Ich versuche, meinen moralischen Kompass in der richtigen Richtung zu halten

Janek Rubes, ein Pionier der Videoinhalte, und sein Partner Honza Mikulka gründeten letztes Jahr einen neuen YouTube-Kanal für das tschechische Publikum, Kluci z Prahy (Jungs aus Prag). Ihr Hauptkanal, Honest Guide, hat bereits fast eine Million Benutzer, so dass ihre Reisetipps oder Berichte über betrügerische Praktiken in Prag buchstäblich Touristen aus aller Welt erreichen. Beliebt sind sein „Scamfie“ – ursprünglich ein Selfie, gemacht vor einer betrügerischen Geldwechselstube, das Schneiden von Liebesschlössern auf der Karlsbrücke oder seine Abneigung gegen Baumstriezel. Im Dezember feiert er seinen 34. Geburtstag.
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Petra Ernstberger: Ich würde mir wünschen, dass in der Visegrad-Gruppe gerade die Tschechen das Vorbild für Demokratie sind.

Es gibt viele Dinge, die getan werden können, um die schwer geprüfte Demokratie in Europa zu fördern. Die tschechische Regierung hätte sich stärker gegen die Erosion der Demokratie in Polen und Ungarn definieren können. Die Tschechen und Deutschen sollten dann ihre Zivilgesellschaften miteinander verbinden und mehr über ihre gemeinsame Vergangenheit sprechen und sich für ein landesweites Bewusstsein für Ungerechtigkeit einsetzen. Der Schlüssel dazu sind gegenseitige Sprachkenntnisse, die deshalb gefördert werden müssen, meint die Geschäftsführerin des Tschechisch-Deutschen Zukunftsfonds Petra Ernstberger.
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Martin Nekola: Flüchtling ist in unserem Land ein Schimpfwort, dabei sind die Tschechen überall verstreut

Das Wort “Flüchtling”, “Migrant”, “Einwanderer” ist im allgemeinen Bewusstsein in Tschechien mit pejorativen Assoziationen verbunden – ja es ist fast ein Schimpfwort. Der Politikwissenschaftler und Historiker Martin Nekola weist in diesem Kontext darauf hin, dass in bestimmten Momenten in der Vergangenheit auch die Tschechen die Republik verlassen und sich ins Ungewisse begeben mussten, wo sie in Flüchtlingslagern unterkamen, und er erinnert daran, dass auch sie jenseits der Grenzen oft unerwünscht waren. “Es ist eine nicht endende Geschichte. Die Tschechen waren überall verstreut, so dass ich für immer Bücher und Artikel schreiben und in Archiven recherchieren kann”, konstatierte Nekola, der im September in Amerika war, dort zwanzig Städte besuchte, Vorträge hielt und Landsleute traf, im Interview für N&N.
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Wie man ein Genie verjüngt

Marek Tichý, ein führender Prager Architekt, sprach mit seinem deutschen Kollegen Martin Reichert vom berühmten Büro David Chipperfield Architects über die Renovierung der Neuen Nationalgalerie in Berlin.