Foto: archiv
Lesen Sie

Andreas Künne, Tomas Kafka: Gemeinsam für Mitteleuropa

Das N&N Magazin bringt folgend ein Artikel des tschechischen Botschafter in Berlin und seines deutschen Amtskollegen in Prag. Der Artikel wird mit der gefälligen Genehmigung Tomáš Kafkas veröffentlicht. Es ist noch nicht lange her, dass Deutsche und Tschechen ihre Beziehungen vor allem im Bann der Geschichte sahen. Nicht der jahrhundertelangen, fruchtbaren gemeinsamen Geschichte in Mitteleuropa, sondern vor allem der Jahre seit 1938 bis in die Nachkriegszeit. Die Zeiten der Besatzung, des Holocausts und der Vertreibung ragten in die aktuelle gesellschaftliche Situation in beiden Ländern als zwei scheinbar nicht vergehen wollende Vergangenheiten. Man fühlte sich dieser Vergangenheit gegenüber für die Gegenwart bestenfalls machtlos, im schlimmeren Falle fürchtete man sich vor ihr.
Lesen Sie

Mit der neuen Regierung wird die Tschechische Republik für Deutschland zum interessantesten Land in Mitteleuropa

Zwei Wochen nacheinander fanden sowohl in Deutschland als auch in der Tschechischen Republik Wahlen statt, die die Richtung des Landes veränderten und in beiden Fällen überraschende und eigentlich unwahrscheinliche Gewinner hatten. Mit einem Ergebnis, das in beiden Ländern die bisher politisch und zahlenmäßig komplexesten Regierungen seit vielen Jahren an die Macht bringt.
archiv
Lesen Sie

Petra Ernstberger: Ich würde mir wünschen, dass in der Visegrad-Gruppe gerade die Tschechen das Vorbild für Demokratie sind.

Es gibt viele Dinge, die getan werden können, um die schwer geprüfte Demokratie in Europa zu fördern. Die tschechische Regierung hätte sich stärker gegen die Erosion der Demokratie in Polen und Ungarn definieren können. Die Tschechen und Deutschen sollten dann ihre Zivilgesellschaften miteinander verbinden und mehr über ihre gemeinsame Vergangenheit sprechen und sich für ein landesweites Bewusstsein für Ungerechtigkeit einsetzen. Der Schlüssel dazu sind gegenseitige Sprachkenntnisse, die deshalb gefördert werden müssen, meint die Geschäftsführerin des Tschechisch-Deutschen Zukunftsfonds Petra Ernstberger.
Lesen Sie

Karel Schwarzenberg: Patriotismus fehlt hier absolut

Karel Schwarzenberg verlässt nach dreißig Jahren die tschechische Politik. Dem ehemaligen Kanzler von Václav Havel und Außenminister geht das Abgeordnetenmandat zu Ende. „Babiš verschenkt Geld wie ein besoffener Offizier der Zarengarde,“ erklärt er im Gespräch für das N&N Magazin die Ursache für den mangelnden Erfolg des derzeitigen Premiers.
Lesen Sie

Pavel Fischer: Jenseits der Grenzen fragten mich alle nach Andrej Babiš und den Pandora Papers

Das Geschehen um den tschechischen Ministerpräsidenten beunruhigen deutsche Politiker, und seine Verwicklung in die Pandora-Papers ist kein innenpolitisches, sondern ein globales Problem. Das sagte Senator Pavel Fischer in einem Interview mit N&N Magazín. Die Beziehungen zu Deutschland bezeichnete er als so gut, dass wir uns manche Dinge hart und offen sagen können, was er auch geradewegs zu scharfer Kritik an den Nachbarn nutzte. An ihrer Bundeskanzlerin störe ihn, dass sie politisch die schützende Hand über Viktor Orbán hielt, und der deutschen Regierung warf er vor, der Wirtschaft auf Kosten der Sicherheit und des Schutzes der Menschenrechte Vorrang einzuräumen.
Lesen Sie

In welchem Zustand hinterlässt Merkel Deutschland? Wo das Land anderen die Augen öffnete – und wo es selbst verschlafen hat

Angela Merkel bei einer Ausstellung in Dresden. Foto: Bundesregierung Unter der Schirmherrschaft des Prager Instituts für Christlich-Demokratische Politik diskutierten Tomas Petricek, ehemaliger tschechischer Außenminister (bis Frühjahr 2021), Alexandra Mostyn, Korrespondentin der Tageszeitung und Zuzana Lizcova, Leiterin des Lehrstuhls für Deutschland- und Österreichstudien an der Fakultät…
Foto: Vojtěch Hönig
Lesen Sie

Tomáš Kafka: Brücken allein genügen für gute Beziehungen nicht

Tomáš Kafka, Dichter, Schriftsteller, Übersetzer und Diplomat, stellt sich gute Beziehungen nicht nur zwischen Tschechen und Deutschen als ein Umfeld des Vertrauens vor, in dem wir offen sprechen können, und gemeninsam einsehen, dass wir auch verschiedene Einsichten haben können. In den folgenden Überlegungen zu modernen tschechisch-deutschen Brücken konzentriert er sich vor allem auf diejenigen, die sie überqueren. Anlässlich des heutigen Salons in Berlin, zu dem auch der tschechische Botschafter eingeladen war, veröffentlichen wir ein Interview mit Tomáš Kafka aus dem Buch Die Mauer zwischen uns.